Mit einer deutlichen Mehrheit von 90 % wurde Paul Friedrich bei der diesjährige Kreishauptversammlung der Liberalen in Seefeld zum Vorsitzenden der FDP im Landkreis Starnberg gewählt. Der Jura-Student und Feuerwehrmann aus Tutzing führte die vergangenen zwei Jahre gemeinsam mit der stellv. Landrätin Britta Hundesrügge den Kreisverband der Liberalen in einer Doppelspitze. Hundesrügge möchte sich nun auf ihr Engagement im Gautinger Gemeinderat und Kreistag fokussieren und kandidierte nach über elf Jahren Kreisvorsitz nicht erneut.
Friedrich dankte ihr für ihre Arbeit der vergangenen Jahre: "Britta hat unseren Kreisverband seit 2015 stets mit viel Mut, Weitsicht und Empathie geführt. Sie musste Höhen und Tiefen erleben, durfte Erfolge feiern und Herausforderungen meistern. Besonders hervorzuheben ist auch ihr Engagement im Gemeinderat und Kreistag, ganz vordergründig für das Gymnasium in Herrsching. Zuletzt wurde sie als Gemeinderätin, Kreisrätin und stellv. Landrätin wiedergewählt. Ich darf mich ganz persönlich und im Namen des gesamten Kreisverbandes für ihr Engagement in den vergangenen Jahren und ihr Vertrauen in mich für die Zukunft bedanken.“
Paul Friedrich bedauerte, dass „der Wert der Freiheit aktuell nicht hoch im Kurs“ sei, betonte aber, „dass er gerade deshalb umso wichtiger ist“. Er kritisierte die aktuellen Regierungen in Berlin und München, die seiner Ansicht nach zu wenig Reformwillen zeigten. Auch deshalb gab er sich sicher, dass die Freien Demokraten eine Zukunft hätten. Er möchte die Liberalen dabei als bürgerliche Alternative der Mitte positionieren, die all jenen eine politische Heimat gibt, die den Willen zu mutigen Reformen haben, ohne den Staat in seinen Grundfesten zu erschüttern. Die FDP werde seiner Überzeugung nach wieder stark, wenn sie "den Wert der Freiheit wieder attraktiv und Lust auf Zukunft macht – durch eine klare Positionierung für die Freude am Unternehmertum, das Streben nach Chancengerechtigkeit und die Verteidigung unserer Grund- und Freiheitsrechte!“ Die Freien Demokraten müssten dabei mit allen staatstragenden Parteien der Mitte regierungsfähig sein. Etwaigen Annäherungen, ob inhaltlich oder durch Zusammenarbeit, an die AfD erteilte der klare AfD-Gegner, der im vergangenen Jahr mit einem ausführlichen Video gegen die Positionen dieser Partei Schlagzeilen machte, eine klare Absage: „Diese Partei verachtet unsere zentralen liberalen Werte der Menschenwürde und Freiheit für alle. Sie stellen das Kollektiv über den Einzelnen und sind deshalb das Gegenteil zum Liberalismus.“
Auch im Landkreis möchte der Gründer des Tutzinger Jugendbeirates und Kandidat für Gemeinderat und Kreistag bei der Kommunalwahl im März diesen Jahres, bei der er den Einzug in die kommunalen Parlamente nur knapp verpasste, liberale Akzente setzen. Hierzu gehören laut Friedrich die Konsolidierung der Starnberger Kliniken, der Neubau des Tutzinger Gymnasiums und die Verbesserung der Infrastruktur im Landkreis, auch um ein attraktiverer Gewerbestandort zu werden.
Gewählt wurden zudem Jasmin Dufford (Starnberg), Leon Stolberg (Herrsching) und Willi Boneberger (Gilching) als stellvertretenden Vorsitzende. Michael Faber (Wörthsee) ist weiterhin Schatzmeister, Eva Schroth (Gauting) nun Schriftführerin. Als Beisitzer wurden gewählt Rudolph Haux (Krailling), Thomas Lang (Feldafing) und Jürgen Nowicki (Berg).
