Kick off für die Ausrichtung des Herrschinger Gymnasiums

Staatsminister Wolfgang Heubisch kam mit einer guten Nachricht, wenn auch er noch nichts Konkretes sagen wollte. „Geistliche, die als Papst in die Wahl gehen, kommen als Kardinal wieder raus.“, erklärte Heubisch sein zögern, „Aber in Ihrem Fall sehe ich gute Chancen, dass das Kabinett noch vor der Landtagswahl ihr Gymnasium beschließen wird.“ Erleichterung bei den Zuhörern. Endlich, so sieht es aus, wird nach vier langen Jahren des Kämpfens, Herrsching sein eigenes Gymnasium bekommen.Jetzt ist die Frage, welche Ausrichtung die neue Schule haben solle. Die Podiumsteilnehmer Bürgermeister Christian Schiller, Fördervereinvorsitzender Jens Waltermann und die FDP Kreischefin Sigrid Friedl-Lausenmeyer sowie das Publikum sind sich darin einig, dass hier eine einmalige Chance besteht, etwas wirklich Neues entstehen zu lassen. Wie dieses Neue denn konkret aussehen könnte, darüber wurde kontrovers diskutiert.„Ich fände es gut, wenn die Schule auch eine Inklusionsschule würde.“, sagte die Bezirksrätin und oberbayerische Spitzenkandidatin für den Bezirkstag Sigrid Friedl-Lausenmeyer. Bürgermeister Schiller ist offen für alle Ausrichtungen. „Wir stellen das Grundstück, die Infrastruktur und bauen auch gern  Räume für Menschen mit Behinderung.“, so der Bürgermeister. Jens Waltermann wollte sich nicht festlegen lassen, was für ihn wünschenswert sei, „weil ich finde, die Schule muss von allen Bürgern als ihre Schule angenommen werden und darf niemanden ausgrenzen. Modelle wie etwa digitale Lernklassen, bilinguales Lernen oder eine offene Raumgestaltung ohne Klassenzimmer sind sicherlich schön, müssen aber auch von den Eltern und Schülern gewollt sein.“ Aus dem Publikum kam der Vorschlag, ein ganz neues Schulmodell einzuführen wie eine Gesamtschule ohne Dreigliedrigkeit. Vor allem soll die neue Schule aus der Sicht der Schüler geplant werden und Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien bei der Planung herangezogen werden. In jedem Fall wird eine gebundene Ganztagesklasse in die neue Schule einziehen, sagten alle. Jetzt gilt es den Prozess der Ausrichtung des Gymnasiums gut zu moderieren!


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