Jahresabschluss des FDP KV Starnberg: Opposition ist nicht besser als Regieren

Professor Ursula Münch, Direktorin der Politischen Akademie in Tutzing, war Hauptrednerin beim traditionellen Jahresabschluss auf dem heiligen Berg in Andechs. In ihrer Rede beschrieb sie die allgemeine politische Lage, ging auf den Sondierungsabbruch ein und blickte auch auf Frauen in der Politik.

Wandel gegen Besitzstandswahrung, Vielfalt gegen Homogenität, Offenheit gegen Abschottung: Die Konfliktlinie zwischen Befürwortern und Skeptikern einer sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Modernisierung wird die politische Auseinandersetzung zunehmend dominieren. Nach Einschätzung von Professor Münch wird dieser Konflikt auch die Programme der politischen Parteien bestimmen. Zum Abbruch der Sondierungen äußerte sie sich mit Unverständnis. Alle beteiligten Parteien hätten sich ein großes Ziel geben müssen, eine Vision, an der gemeinsam gearbeitet wird. Die Einschätzung der FDP aus der Opposition heraus eigene Positionen einzubringen, teilte sie nicht. „Regieren ist immer besser als Opposition.“, so Professor Münch.

Von den rund 70 Besuchern im vollen Wappensaal gab es dafür Beifall! Um mehr Frauen in die Politik und in verantwortungsvolle Ämter zu wählen, sprach sich Münch für eine Frauenquote aus, da die Vergangenheit gezeigt hätte, dass es leider nicht ohne ginge.

Im Rahmen des Jahresabschlusses wurde Professor Jürgen Ackermann für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a.D., würdigte den Jubilar. Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge bezeichnete ihn als ersten Frauenförderer, denn Ehefrau Christa war jahrelang in der Kommunalpolitik aktiv.


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