Ehrung Edith Endrös-Baum

„Die Lebensgeschichte von Edith Endrös-Baum zeigt, warum Liberale niemals aufhören dürfen für Menschenrecht, Würde und Respekt einzutreten.“, so hat Kreisvorsitzende Britta Hundesrügge ihre Laudatio auf die Stockdorferin begonnen. Als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts erlebte sie, wie ihr Vater deportiert wurde, sie selbst musste das Gymnasium verlassen. In dieser Zeit entstand der Kontakt zu Thomas Dehler, dem späteren Gründer der FDP. Mit dessen Tochter war Edith Endrös-Baum eng befreundet. Die Gespräche über Demokratie und Menschenrechte ließen sie bis heute nicht mehr los. „Wir sprechen viel zu wenig über Werte und Grundsätze. Das muss sich ändern.“, sagte die Rechtsanwältin in ihrer Ansprache. Dass sie überhaupt Anwältin wurde hat sie ihrem eigenen Durchhaltevermögen zu verdanken. Nach dem zweiten Weltkrieg machte sie ihr Abitur und bewarb sich als eine der ersten Frauen für ein Jurastudium. Bis vor wenigen Jahren hat sie als Anwältin – vor allem für Familien- und Frauenrechte – gearbeitet. In der FDP war Edith Endrös-Baum sowohl im Ortsvorstand als auch stets Kandidatin auf der Gemeinderatsliste.


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